Professionelle Lichtkonzepte für die Gastro als Mietlösung

Gäste können sich nur dann wohlfühlen, wenn das Ambiente stimmt. Die richtige Beleuchtung ist ein großer Teil davon und gute Beleuchtung in der Gastronomie ist unerlässlich. Die Lichtinstallation muss insgesamt stimmig sein, weil sie schon beim Betreten des Lokals entscheidend für den Ersteindruck ist. Und für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance.

  • Grundkomponenten der Lichtsituation: indirektes Licht, Akzent-Licht, dekoratives Licht
    Grundkomponenten der Lichtsituation: indirektes Licht, Akzent-Licht, dekoratives Licht

Investitionen bei Gründung mindern: Beleuchtung als Mietlösung

Beim Einstieg als selbstständiger Gastronom mit eigenem Laden stehen viele Dinge auf dem Finanzierungsplan und schnell kommen unerwartet große Summen zusammen. Wir alle wollen mit unserem Geschäft Geld verdienen und uns selbst verwirklichen. Aber wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht stimmen, wird der Betrieb keine Freude bereiten. Fehler, die direkt am Anfang des Vorhabens gemacht werden, haben die größte Hebelwirkung und können deine Existenzgründung beenden, bevor du überhaupt richtig durchgestartet bist. Umso wichtiger ist es, die einmaligen Ausgaben für Anschaffungen (Einrichtung, Küche, Geräte, Mobiliar, Geschirr, Beleuchtung usw.) sowie eventuell notwendige Um- oder Einbaumaßnahmen so gering wie möglich zu halten. Gerade im Bereich der Anschaffungen  können Mietlösungen sehr hilfreich sein, weil sie die Investitionskosten in der Startphase mindern und zugleich das Risiko minimieren.

Die  Haupteinflussfaktoren auf das Lichtkonzept sind immer das Thema und die Zielgruppen des Restaurants. Darauf sollten Erscheinungsbild und Design der Lichtsysteme abgestimmt sein. Wirklich entscheidend sind jedoch die Lichteigenschaften wie Helligkeit, Lichtfarbe und Lichtrichtung. Die Beleuchtung sollte auf Raumzonen wie Lounge, Bar, Bistro oder Speiserestaurant abgestimmt sein. Niveau und Preiskategorie des Restaurants spiegeln sich dabei in der Beleuchtung wider: In ein schlichtes Restaurantkonzept passen schlichte Lichtkonzepte mit wenigen Komponenten; je differenzierter ein Restaurant beleuchtet ist, desto höher ist das gastronomische Niveau, das vom Gast erwartet wird. Schließlich spielt auch die Außenwirkung des Lokals eine Rolle. All das lässt sich durch die durchdachte Wahl und Positionierung von Leuchten lösen. Mit adaptiver, regelbarer Beleuchtung können Gastronomen außerdem flexibel auf Nutzung und räumliche Auslastung reagieren: Ist das Lokal leer, lockt man mit viel Licht – ist das Lokal voll, schafft gedämpftes Licht Atmosphäre. Je nach Lichtszene präsentiert sich das Lokal passend für verschiedene Anlässe.

Lichtplanung – ein Thema für Experten

Wenn sich Gäste in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar trotz durchdachtem Raumkonzept unbehaglich fühlen, liegt es neben der Akustik meist an der Beleuchtung, bei deren Planung einige Grundregeln zu beachten sind. In Anbetracht der Vielfalt der Möglichkeiten kann es kein Patentrezept zur Beleuchtung eines Lokals geben. Richard Kelly (1910-1977), ein Pionier der Architekturlichtplanung, etablierte drei Grundkomponenten, in die sich praktisch jede Lichtsituation gliedern lässt:

  • „Ambient luminescence“, die gleichmäßige, oft diffuse Allgemeinbeleuchtung
  • „Focal glow“, das Akzentlicht, das Objekte, Flächen oder Raumzonen betont und Wahrnehmungshierarchien schafft.
  • „Play of brillants“, das dekorative Licht, das Licht zum Staunen, das Licht als ästhetischer Selbstzweck.

Diese drei Lichtkomponenten sollten ausgewogen kombiniert und dabei jeweils spezialisierte Lichtquellen eingesetzt werden. Ein Beispiel: Ein Gastraum wird durch Deckenfluter diffus allgemein beleuchtet. Strahler akzentuieren die Tische, an der Wand flackert eine nostalgische Neonreklame als Dekoration.

Die Mitarbeiter benötigen dagegen geeignetes Licht für ihre Arbeit. Punktstrahler können die Arbeitsflächen gezielt ausleuchten. Analog lassen sich Verkehrswege, Schwellen oder Stufen sicher beleuchten, ohne die Gesamt-Atmosphäre zu beeinflussen: etwa durch wandmontierte Bodenfluter.

Oft unterschätzt wird die Beleuchtung von Wänden: Wände liegen in der natürlichen Blickrichtung der Gäste, ihre Helligkeit ist für die Wahrnehmung des Raums entscheidend. Sie lassen sich auf verschiedene Arten beleuchten: Spots können Bilder, Menütafeln oder Dekorationen akzentuieren, spezielle Wandfluter beleuchten weich und gleichmäßig, hartes Streiflicht betont dagegen Material und Struktur der Wand. Beleuchtete Innenwände beeinflussen auch die Außenwirkung: Sie lassen das Lokal durch die Fenster leuchten.

Schon diese Design-Aspekte zeigen, dass die Beschäftigung mit dem Licht ein Thema ist, das Expertise erfordert. Das zeigt sich noch verstärkt, wenn man tiefer in die technischen Aspekte der Beleuchtung eintaucht: Lichtquellen und Lichtfarben, farbiges oder sogar dynamisch veränderbares Licht, die thematische Trennung von Dekorationslicht und funktionaler Beleuchtung, der Einsatz additiver Lichtsysteme mit starker Eigenpräsenz im Raum, das alles sind Themen für den Beleuchtungsfachmann.

Light as a Service – Beleuchtung im Mietmodell

Light as a Service, eine relativ neue Dienstleistung, die die Deutsche Lichtmiete anbietet, zeigt im Bereich der Mietlösungen für Beleuchtung, was neben der reinen Technik noch ohne Investition möglich ist: Das Mietmodell berücksichtigt alle anfallenden Kosten der Umrüstung – Planung, LED-Leuchten, Installation, Wartung und Service – ohne Mietstaffelung oder -erhöhung während der Vertragslaufzeit. Ohne böse Überraschungen durch Mehrkosten wegen ausfallender Leuchten. Das Risiko von Nachinvestitionen, wie es beim Kauf durch mangelhafte Produktqualität oder Defekte entsteht, entfällt vollständig. Wie bei Mietmodellen üblich liegt das Eigentum und damit die Verantwortung für den störungsfreien Betrieb beim Vermieter.

Aber auch professionelle Planung und Installation sind im Service-Konzept mit einbezogen: Beleuchtungsprofis beziehen jedes noch so kleine Detail und jeden Wunsch in die Lichtplanung ein. Als Basis dient das beim Kunden erstellte Aufmaß inklusive Licht- und Farbmessungen. Ergebnis ist ein technisch einwandfreies, für den Kunden wirtschaftlich rentables und umsetzbares Lichtkonzept mit maximaler LED-Beleuchtungsqualität.

Außenbereiche und saisonale Events

Biergarten oder Parkplatz sollten zur Gästebewirtung bei speziellen Anlässen und auch im Winter einbezogen werden. Gerade in Zeiten von Corona sollte jede Möglichkeit, sich für Events mehr Platz zu schaffen, genutzt werden. Dazu bieten sich zum Beispiel Zeltlösungen an. Zur Dauermiete oder auch nur für kurzfristige Events kann man Zelte von spezialisierten Dienstleistern beziehen. Das sind flexible Lösungen, die auf Wunsch bereits mit entsprechender Ausstattung für Licht und Wärme sowie inklusive Lieferung, Auf- und Abbau erhältlich sind.

Aber auch bei der Beleuchtung gibt es gerade für den rein saisonalen Einsatz Mietlösungen für professionelle Beleuchtung. Das kann eine Alternative zum Kauf sein, zumal auch Serviceleistungen wie die kompetente Planung des Beleuchtungskonzeptes durch Fachleute und der Austausch bei Defekt dabei einbezogen werden können.

Umrüstung der Beleuchtung für neues Lichtkonzept oder Energie-Ersparnis

Nicht nur bei Gastronomie-Neugründungen ist es sinnvoll das Beleuchtungskonzept detailliert zu planen. Auch in bereits laufenden Betrieben ist Beleuchtung ein wesentlicher Kostenfaktor, bei dem es sinnvoll ist, über Umrüstung auf sparsamere und nachhaltigere Beleuchtungslösungen nachzudenken. Eine Mietlösung ermöglicht die Umrüstung ohne eigene Anfangsinvestition, außerdem profitiert man zusätzlich durch monatliche Amortisation: Die besonders effiziente LED-Technologie reduziert die Stromkosten für die Beleuchtung sofort und nachhaltig. Diese LED-Ersparnis finanziert die monatlichen Mietzahlungen – und in der Regel bleibt sogar noch etwas übrig: Nach Abzug der Miete ist eine Ersparnis von bis zu 15 % oder mehr möglich.

Dabei sollte man dann grundsätzlich weitere technische Verbesserungen in die Überlegung einbeziehen: Bei Elektroinstallation und Leuchtenwahl ist die separate Dimmbarkeit der Lichtkomponenten eine Mindestanforderung. Ideal sind digitale Lichtsteuersysteme, um komplexe Lichtszenen programmieren und abrufen zu können – per Knopfdruck oder automatisch über Timer oder Sensoren. Längere Fadingzeiten gestalten die Übergänge zwischen Szenen für die Gäste unmerklich. Mit fortschrittlichen Technologien lassen sich entsprechend ausgerüstete Leuchten ohne weiteren Installationsaufwand drahtlos steuern und vernetzen. Solche Anlagen werden über Apps auf Tablet oder Smartphone eingerichtet und bedient.

Fazit

Licht ist in der Gastronomie sowohl bei den Investitionskosten als auch bei den Betriebskosten eine wesentliche Größe. Mietlösungen wie das Light as a Service Modell können sowohl für die Erstinstallation als auch bei Umrüstung einer bestehenden Anlage zu einer Entlastung des Budgets führen.

LEINENLOS, 16. August 2021

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