Mobile Gastronomie-Lösungen

Street Food war schon vor der Corona-Krise beliebter denn je.  Es ist vielfältig, geht schnell, ist bezahlbar und es kommen immer mehr gesunde Angebote auf den Markt. Mobile Gastronomieangebote haben von den Veränderungen in der Gesellschaft profitiert: Knappe Zeit, unregelmäßige Strukturierung des Arbeitsalltags und die Suche nach kostengünstigen Angeboten waren die Treiber. Mit der Corona-Pandemie kommt nun noch der Vorteil des Außenverkaufs durch die Unabhängigkeit von gesetzlich angeordneten Gastronomieschließungen hinzu.

Als leichtgewichtige  Form des Standverkaufs, beflügelt durch gestiegenes Umweltbewusstsein in Verbindung mit neuen technischen Möglichkeiten, hat das Fahrrad als mobile Gastro-Lösung dabei stark an Bedeutung gewonnen.

Lasten-Fahrrad (Foto: Paul&Ernst)

Das Fahrrad als mobile Gastro-Lösung

Eine große Auswahl an mobilen Lösungen, darunter Eiscreme-, Food-, Getränke- und Promotion-Bikes, bieten inzwischen weitreichende Möglichkeiten, um Gastronomie auf die Straße zu bringen. Das bedeutet Chancen sowohl für Ergänzung eines bestehenden ortsfesten Gastronomiebetriebes als auch für Startups, die sich mit überschaubarer Investition im Street Food Bereich selbstständig machen wollen. Denn mobile Verkaufsstandorte sind zum festen Bestandteil der städtischen Landschaft und zu einer Attraktion nicht nur für Touristen geworden.

Ein Fahrrad für den Verkauf von Kaffee, Säften, Eis, Sandwiches, Hot-Dogs oder neuen kreativen Ideen eignet sich perfekt für die erste eigene Geschäftsidee. Es ist mit geringeren finanziellen Investitionen und dadurch auch mit geringerem Verlustrisiko verbunden. Dabei gibt das Fahrrad als Basis dem mobilen Gastronomie-Betrieb allein durch das gestiegene Bewusstsein für den Schutz der Umwelt eine positive Ausstrahlung. Außerdem sind die Kosten für den Betrieb vergleichsweise gering. Man zahlt weder Kraftfahrzeugsteuer noch Treibstoffkosten, die Kosten für die Wartung sind überschaubar und die Fahrer benötigen keinen Führerschein.

Entgegen allem Anschein handelt es sich dabei nicht nur um eine Idee für junge Menschen: Auch für diejenigen, die es satt haben, in einem Großkonzern zu arbeiten oder ihre Berufskarriere beenden, eröffnet es die Möglichkeit der finanziellen Unabhängigkeit. Und für den, der bereits ein Gewerbe betreibt, kann das Fahrrad zu einem weiteren Zweig werden, um Geld zu verdienen. Es ist möglich, ein völlig neues Konzept zu entwickeln oder eine mobile Verkaufsmöglichkeit für eine bereits vorhandene gastronomischen Einrichtung zu schaffen.

Der größte Vorteil, den die Mobilität bietet, ist der einfache Ortswechsel, falls sich der ursprüngliche Verkaufsstandpunkt als Flop erweist. Die Lage spielt nicht mehr die entscheidende Rolle, denn durch einfaches Testen unterschiedlicher Standorte kann man seine Kunden finden. Schnelle Ortswechsel im Laufe des Tages sind möglich, denn man kann vollkommen autark mehrere Stunden unterwegs sein.

Paul & Ernst – ein Startup setzt auf e-Bikes für die mobile Gastronomie

Auf den wachsenden Markt für Lastenfahrräder setzten bereits früh die beiden Österreicher Paul Kogelnig und Ernst Stockinger. Ihre Produktidee entstand 2013. Seither haben sie ausgehend von den ersten Prototypen und zunächst noch nebenberuflich das Produkt bis zum heutigen Reifegrad stetig weiterentwickelt. Ihr modulares System erlaubt einen hohen Grad an Individualisierbarkeit. Mit einem Online-Konfigurator können ihre Bikes nach Kundenbedürfnissen zusammengestellt werden. Extra große Arbeitsfläche, smartes Design, höchste Qualität, Behördenkonformität und eine autarke Energieversorgung sind Merkmale, die die Gastro-Bikes von Paul&Ernst nach Angaben des Unternehmens von der Konkurrenz abheben.

  • Paul&Ernst: Mobile Gastro-Lösung auf kleinstem Raum
    Paul&Ernst Street Food Solutions: Gastro-Lösung auf kleinstem Raum

Die beiden Gründer sind zusammen zur Schule gegangen und haben eine Ausbildung zum Schreiner absolviert. Paul ist dann in die Design Richtung gegangen, hat Innenarchitektur in Italien studiert und hat für namhafte Unternehmen die Shops designed. Ernst hat Architektur studiert und für „Himmelblau“ in Wien, eines der renommiertesten Architekturbüros gearbeitet. Beide sind unterschiedliche Wege gegangen bis sie sich wieder getroffen haben und im Keller die ersten Räder zusammengeschraubt haben. Was einmal als Schnapsidee begonnen hat, wurde Realität: Heute verkauft Paul&Ernst seine  Gastro-Bikes weltweit und ist auf dem Weg zu einem führenden Hersteller für mobile Gastronomielösungen.

Über Paul & Ernst Street Food Solutions

Mit Paul&Ernst widmet sich ein junges Unternehmen der mobilen Gastronomie. Als österreichische Newcomer bringen sie frischen Wind auf die Straße. In den Verkaufseinheiten für Lastenfahrräder trifft Design auf technische Präzision und setzt mit der Integration edler Gastronomiekomponenten neue Maßstäbe.

Die Gründer Ernst Stockinger und Paul Kogelnig  haben es sich zum Ziel gesetzt, ihre Umgebung aktiv mitzugestalten. Am Beginn dieser Fusion von technischer Raffinesse und künstlerischer Vision stand für die begeisterten Großstädter, Rennradfahrer und Parkliebhaber der Wunsch nach qualitativ hochwertigen Produkten, die dort verfügbar sind, wo der Bedarf besteht. Ihre mobilen Verkaufslösungen setzen einen Meilenstein im Zeitalter der mobilen Freiluftküche und tragen so zur Entwicklung des urbanen Lebens von morgen bei. Am Puls der Zeit erfüllen sie so die Bedürfnisse einer neuen Konsumentengeneration.

Manfred Troike, 22. November 2020


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