Wie steht es mit bargeldlosem Zahlen in der Gastronomie?

Das Bezahlen per Smartphone wird in Deutschland beliebter. Elf Prozent der Verbraucher nutzen demnach mit Stand Juni 2019 die Bezahlmöglichkeit per Smartphone oder per Smartwatch, ein Jahr zuvor waren es nur sieben Prozent. Das ergibt eine Marktforschungsumfrage im Auftrag der Postbank.

Wer kontaktlose Kartenzahlung akzeptiert, ist bereits heute für bargeldlose Zahlungen mit dem Smartphone gerüstet. „Mobile Payment“ lautet der neue Begriff dafür.

Kreditkartenzahlung

Vorteile für den Verbraucher

Das Verfahren hat für Verbraucher deutliche Vorteile: Zur Übertragung des entsprechenden Betrags müssen Anwender das Mobilgerät lediglich an ein Terminal halten. Käufer müssen keinerlei Bargeld mehr mit sich führen. Das Smartphone dient als Geldbörse.

In Deutschland ist man in Bezug auf dieses Verfahren jedoch weiterhin eher skeptisch. Grund dafür sind zum einen die Risiken, die mit der bargeldlosen Geldübermittlung einhergehen, zum anderen sorgt aber auch die unübersichtliche Anbieterauswahl für erhebliche Verunsicherung.

Für mögliche Anwender ist das größte Problem, dass es voneinander unabhängige, ganz verschiedene Konzepte zur mobilen Bezahlung mit zugehörigen diversen Anbietern gibt. Dies ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die Begeisterung für mobile Bezahlverfahren in Deutschland bisher in Grenzen hält.

Der Trend ist dennoch nicht aufzuhalten. Die Zahl der entsprechend ausgerüsteten Kassen steigt kontinuierlich. Es fehlt in Deutschland aber nach wie vor an einem lückenlosen Netz für dieses Bezahlverfahren.

Karten-basierte Zahlungen sind ein Muss

Die Girocard ist in Deutschland die meistverbreitete Geldkarte. Ergänzend dazu gehören die internationalen Debit-Karten Maestro und Visa Electron zu den häufigen Zahlungsangeboten.  International ist die Kreditkarte das beliebteste Zahlungsmittel. Auch in Europa steigen die Umsätze, die über Kreditkarten abgewickelt werden, kontinuierlich. Im Unterschied zur Bankkarte (Debit-Karte, häufig noch EC-Karte genannt) belasten Ausgaben das Kundenkonto in der Regel erst später und erzeugen nachgelagerte Prozesse für den Gastronomen.

Mit diesen Prozessen muss sich aber inzwischen jeder Betrieb auseinander setzen, denn das Akzeptieren von Kartenzahlungen ist eine wichtige Voraussetzung, um Umsatzpotentiale für Gastronomie-Betriebe nutzbar zu machen: Geschäftskunden sind oft darauf angewiesen, Betriebe mit Kartenzahlung auszuwählen, da Geschäftsessen über die Firmenkreditkarte gezahlt und direkt ins Spesenmanagementsystem übertragen werden sollen. Aber auch Privatkunden nutzen gerade bei höheren Rechnungsbeträgen bevorzugt die Karte als Zahlungsmittel. So bremst fehlende Kartenzahlungsmöglichkeit den Konsum, wenn Gäste zu wenig Bargeld bei sich tragen. Wer weiter nur auf Bargeld setzt, riskiert über kurz oder lang den Verlust von Kunden.

Dienstleister für den Zahlungsverkehr bieten hilfreiche Unterstützung

Um die eigenen Zahlungsprozesse zu vereinfachen und sich von dem Aufwand für die immer anspruchsvoller werdenden Aufgaben im bargeldlosen Bezahlprozess zu entlasten, sollten Gastronomiebetriebe, die ihren Gästen möglichst unkomplizierte bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten anbieten möchten, in die Dienste eines Zahlungsdienstleisters investieren. Der Zahlungsdienstleister ist dann einziger Verhandlungspartner bei den Zahlungsprozessen für den Betrieb. Hinzu kommt der Umgang mit Problemkunden, denn Zahlungsdienstleister bilden in vielen Fällen auch das Mahn- und Inkassowesen ab, warnen bei Auffälligkeiten vor möglichen Betrugsdelikten oder regeln die Rückzahlung bei Retouren oder sonstigen Rückbuchungen.

Fazit

Wichtig für den Gast wie auch für den Gastronomen ist: Das Bezahlen mit Karte oder Smartphone muss einfach, schnell und sicher sein.

Der vollständige Artikel zu diesem Thema, findet sich unter Gastivo Inspritation:

https://www.gastivo.de/inspiration/bargeldloses-zahlen-in-der-gastronomie

Manfred Troike, 2. September 2019

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