Startup „Saluun“ – das Gründergespräch

Das Startup „Saluun“ bietet eine digitale Speisekarte kombiniert mit einem Kellnerrufsystem an. Gäste können die Speisekarte durch Scannen eines QR-Codes am Tisch aufrufen und wenn sie bestellen oder bezahlen möchten, auf Knopfdruck einen Kellner rufen. Das Servicepersonal kann alle Aufgaben über eine App einsehen, die auf jeglichen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets funktioniert.

LEINENLOS hat die beiden Gründer Robin Brandt und Marwin Budniok zu ihrer Gründungsidee und den Anforderungen der Gründungszeit befragt.

Robin Brandt und Marwin Budniok, Gründer Saluun (digitale Speisekarte)

Robin Brandt und Marwin Budniok, Gründer „Saluun“

Aus welchen Berufen kommt ihr, bzw. wie seid ihr zu eurer Gründungsidee gekommen?

Wir sind Ingenieure aus der Automobilindustrie mit Hintergrund in der Softwareentwicklung. Die Idee für Saluun kam uns, als wir bei Vapiano in Düsseldorf saßen. Dort wurde eine digitale Speisekarte mit Kellnerrufsystem und Bestellsystem eingesetzt. Wahrscheinlich wurde dafür ein Entwicklungsdienstleister für viel Geld beauftragt und es gibt einen Supportvertrag. Wir haben uns gefragt, ob wir nicht ein viel besseres System in einem SaaS Geschäftsmodell umsetzen können, sodass es für alle Gastronomen auf Ihrer Digitalisierungsreise für einen vernünftigen Preis und ohne Investment zur Verfügung steht. Unsere Antwort war: Ja.

Was hat euch bewegt, sich auf das Wagnis einer Selbständigkeit einzulassen?

Spaß an kreativer Arbeit und Lust auf Unabhängigkeit. Außerdem der Wunsch ein Produkt zu schaffen, das eine Veränderung bewirkt, die uns selbst gefällt.

Wie viele Mitarbeiter hat euer Betrieb?

Wir sind zur Zeit Gründer, Entwickler, Marketing- und Supportteam zugleich.

Was ist das Besondere an eurem Produkt? Was sind eure nächsten Ziele?

Mit Saluun können Gastronomen mit null Risiko ihre Prozesse digitalisieren. Sie müssen nicht in teure Software und Hardware investieren. Saluun ist in einem flexiblen Abo ohne Einrichtungsgebühren verfügbar.

Unsere individualisierbare digitale Speisekarte und auch das Kellnerrufsystem ist in unter einer Stunde eingerichtet und kann ganz intuitiv auf normalen Smartphones oder Tablets verwendet werden. Beide Systeme können je nach Bedarf einzeln oder in Kombination verwendet werden.

Mit der Zeit werden wir zusätzlich zu digitaler Speisekarte und Kellnerrufsystem weitere Module anbieten.

Gibt es schon einen festen Kundenstamm? Was kennzeichnet eure Kunden?

Unsere Kunden wollen Freiheit und Flexibilität bei ihrer Reise zur digital organisierten Gastronomie. Sie wollen die Produktivität ihres Teams erhöhen, um noch besseren Service anbieten zu können. Darüber hinaus wollen sie ihre Gäste noch besser verstehen und ihr Angebot kontinuierlich verbessern.

Unsere Kunden befinden sich am Anfang der Digitalisierung. Sie wollen die Produktivität ihres Teams erhöhen, sodass sie mit wenig Personal schnellen und zuverlässigen Service anbieten können. Sie brauchen eine Softwarelösung, die nach individuellen Vorstellungen anpassbar und einfach zu verwenden ist. Unsere Kunden sind sowohl Restaurants als auch Bars und Cafés.

Was ist für euch die wichtigste Erfahrung aus der Gründungszeit?

Das wichtigste Learning ist, dass wir uns immer auf Basis von Kundenfeedback entscheiden wollen und nicht monatelang im Keller vor uns hin entwickeln. Ansonsten entsteht ein Produkt, dass sich zwar auf dem Papier gut anhört, aber an den Vorstellungen der Kunden vorbeigeht. Außerdem haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass selbst das beste Produkt intelligent vermarktet werden muss.

Gab es Themen oder Situationen, bei denen du dir besonders Unterstützung durch einen Berater gewünscht hättest?

Gastronomen als Zielgruppe sind online nicht leicht zu erreichen. Wir würden uns Unterstützung bei der Suche des besten Marketing-Kanals für unser Produkt wünschen, sodass möglichst die Gastronomen, die von Saluun profitieren würden, auch davon erfahren.

Was war das schönste Erlebnis – was war das unangenehmste Erlebnis bei der Gründung?

Das schönste Erlebnis war, nach einigen Monaten der Entwicklung die ersten zufriedenen Kunden zu bekommen. Wenn Kunden von etwas, das man selbst entwickelt hat, profitieren, ist das ein sehr gutes Gefühl.

Das unangenehmste ist die regelmäßig auftretende Unklarheit über die nächsten Schritte sowie als kleine Firma den bürokratischen Aufwand zu betreiben.

Wie groß schätzt ihr die finanziellen Risiken für euch selbst ein?

Das finanzielle Risiko ist für uns zurzeit nicht groß. Wir haben sehr geringe laufende Kosten und investieren im Wesentlichen unsere Arbeitszeit.

Vielen Dank für das offene Gespräch und die Einblicke in euer Unternehmen.

LEINENLOS, 31. Mai 2024

Weiterführende Links:

Digitale Speisekarte: 9 Anbieter im Vergleich (2024)

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