Good Bank – Ein kleiner Blick auf das Essen der Zukunft

Am 17. März findet auf der Internorga in Hamburg das Finale des Gastro Startup Wettbewerbs statt: Sechs Konzepte stellen sich vor dem Publikum vor.  Der Sieger wird durch das anwesende Fachpublikum ermittelt.

LEINENLOS stellt die Konzepte der Finalisten nacheinander vor. Weiter geht’s mit „Good Bank“ aus Berlin.

Vertical Farming

Die urbane Landwirtschaft entwickelt sich rasant. Was vor einigen Jahren noch eine krude Idee erschien, wird mittlerweile tatsächlich umgesetzt.

Die Vorteile des Urban oder Vertical Farming (wenn der Anbau in einem mehrstöckigen Gewächshaus stattfindet) liegen auf der Hand. Demnächst wird ein Großteil der Menscheit in Städten leben. Außerdem produzieren die vertikalen Farmen im Gegensatz zur herkömmlichen Landwirtschaft ganzjährig Gemüse und Kräuter.  Und die müssen dank der lokalen Produktion nicht mehr weit zum Verbraucher transportiert werden. Dadurch verhindert man Ernteausfälle, Verderb und Umweltverschmutzung. Dank des geschlossenen Wasserkreislaufs soll der Anbau im Vergleich zur herkömmlichen Methode bis zu 90 Prozent weniger Wasser verbrauchen. Zusätzlich erfordert das Indoor-Farming keinerlei Pestizid-Einsatz

Das Good Bank Restaurant Konzept

Das Restaurant Startup „Good Bank“ setzt diesen Ansatz erstmals in Deutschland und zwar in Berlin Mitte um. Good Bank ist ein junges “fast casual”-Restaurantkonzept. Das zukünftige Restaurant ist mit produktiven, vertikalen Farmen ausgestattet, deren Ernte das hochwertige aber dennoch bezahlbare Menü definiert. Die Gäste sollen in einem innovativen Umfeld bei entprechend futuristischem Design gesundes Essen genießen oder direkt mitnehmen.

Salat wird direkt im Restaurant in modularen, hydroponischen vertikalen Farmen angebaut, d.h. geeignetes Grün wächst ohne Erde in gläsernen Zuchtschränken, die mit Kunstlicht beleuchtet sind. Die restlichen Zutaten sind möglichst regional und saisonal. Der Vorteil ist, dass der Salat unmittelbar vor dem Verzehr geerntet wird.  Tim Mälzer bestätigt, dass die Aromatik, die ein direkt geernteter Salat auf den Tisch bringt, durch nichts zu erreichen ist. Aus diesem Grunde hat er selbst einmal an einer solchen Idee gearbeitet, das Konzept aber wieder verworfen, weil die erzielbare Erntemenge zu gering war.

  • Ema Paulin erläutert Good Bank
    Ema Paulin erläutert die futuristischen Elemente von Good Bank, Foto: Michael Zapf

Good Bank Mitgründerin Ema Paulin erläutert, dass neben dem futuristischen Farming-Konzept eine Reihe digitaler Aspekte den zukunftsorientierten Charakter des Restaurants unterstreichen werden: Pre-Ordering über eine eigene App, bargeldlose Bezahlung über verschiedene Wege, intensives Marketing über Instagram sind einige dieser Ideen.

Die Zielgruppe ist jung, stylisch und offen für einen neuen Lebensstil. „Unsere Generation – unser Lifestyle“ ist daher ein Slogan von Good Bank.

Die Investition in die Grundausstattung des Betriebes ist allein schon aufgrund der Vertical-Farm-Module erheblich. So wird dies auch nicht von dem Gründerteam Ema Paulin und Leandro Vergani allein geleistet. Hinter den Kulissen befindet sich Atlantic Food Labs als Investor.

Wer also einen Blick in die Zukunft riskieren und sich für kurze Zeit in einen andere Welt entführen lassen möchte, der sollte beim nächsten Berlin-Besuch mal einen Salat in Berlin essen gehen: GOOD BANK demnächst in der Rosa-Luxemburg-Strasse 5, Berlin Mitte.

 

Final-Präsentation auf der Internorga:
17. März 2017, 15 bis 16:30 Uhr

Manfred Troike, 2. März 2017

Weiterführende Links:

Die fünf Finalisten aus dem Jury-Vorentscheid zum Gastro Startup Wettbewerb 2017


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