Auch Tim Mälzer setzt jetzt auf Burger

„What’s Beef“ plant erste Filiale in Hamburg

„What’s Beef“, gegründet im Sommer 2013 von Selim Varol, expandiert jetzt auch über Düsseldorf hinaus. Im Mai 2015 soll die erste Filiale in Hamburg starten. Selim Varol eröffnet den neuen Ableger zusammen mit Tim Mälzer, dem Rockstar unter Deutschlands Promi-Köchen.

Das Konzept „What’s Beef“ wirbt mit besonders hochwertigen Burgern und kombiniert das ganze mit Werken von internationalen Streetart-Größen, die die Wände im Lokal zieren. Die übersichtliche Karte konzentriert sich auf Burger-Klassiker, Steaks und Sandwiches. Variation gestaltet der Gast selbst, der jeden Burger mit einer Auswahl von wechselnden Extras und hausgemachten Soßen individuell verändern kann.

Und Einfachheit, Regionalität, Bio, Vegetarisch und Vegan sind auch hier erneut die Schlagworte. Denn zusätzlich bietet „What’s Beef“ vegetarische und vegane Burger an, die sich, glaubt man Selim Varol,  hinter den herkömmlichen nicht zu verstecken brauchen.

Wieviele Burger-Konzepte verträgt Hamburg?

Anscheinend viele, denn Statistiken belegen, dass Menschen gerne Fast Food essen. Allerdings ist diese Leidenschaft altersabhängig. Die leidenschaftlichsten Fast Food Esser sind in der Regel zwischen 18 und 29 Jahren alt. Diese Gruppe gibt in Umfragen an, mindestens einmal in der Woche Pommes, Burger und ähnliches zu essen. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Vorliebe ab.

Fast Food verbindet die Komponenten, die die Geschmacksnerven besonders anregen, nämlich Fett, Salz und Zucker. Die Kombination schmeckt uns nicht nur besonders gut, wenn wir Fettiges und Süßes essen, haben wir zudem das Gefühl, dass sich unsere Laune bessert. Das hängt mit unseren Urinstinkten zusammen. Schon in der Steinzeit brauchten die Menschen in gefährlichen Situationen schnelle Energie, also Fett und Kohlenhydrate. Heutzutage empfindet unser Körper nicht unbedingt Stress, weil wir fliehen müssen, sondern zum Beispiel, wenn wir einen Vortrag vorbereiten müssen oder einen unangenehmen Arbeitstag hatten.

Was macht einen guten Burger aus?

Das Rezept für einen Burger ist simpel: Zwei Weizenbrötchen, Salat, Tomate, Gurke, Saucen und eine aus reinem Rindfleisch geformte Bulette, das sogenannte Patty.  Höchstens Salz und andere Gewürze dürfen hinzugegeben werden, ansonsten keine weiteren Zutaten. Dadurch unterscheidet sich das Patty von der Frikadelle oder Bulette, denn diese enthalten, je nach Region und Rezeptur, Zutaten wie Ei und Brötchen.

Da Hamburg inzwischen offenbar nicht nur Testgebiet für Getränke-Neuheiten ist, sondern sich nun auch als Erprobungsfeld für Burger-Innovationen etabliert, ist es gewiss ein kluger Schachzug von „What’s Beef“ Gründer Selim Varol,  sich mit Tim Mälzer ein prominentes Gesicht für seine Expansionspläne ins Boot geholt zu haben.

Zu Selim Varol
Man nennt ihn den Burger-King von Düsseldorf: Selim Varol passt nicht so recht in eine Schublade. Er duzt, er trägt Basecaps und den inzwischen obligatorischen Bart. Dazu Designer-Brille, T-Shirts, Sneakers. Die amerikanische Burger-Kultur nach Deutschland bringen, das nannte er schon immer sein Anliegen. Varol sammelt, verkauft und setzt in Szene. Über seine Sammlung sind Bücher erschienen, die Roboter, Comicfiguren und Spielzeuge, die Fotografien, Drucke und Skulpturen werden hoch gehandelt. Und so ist sein „What’s Beef“ Konzept so etwas wie ein Gesamtkunstwerk, das der Street-Art oder Pop-Art zuzuordnen ist. In seinem Laden geht es direkt zu und stylish. Rote Kacheln, Holztische, von der Serviette bis zum Strohhalm alles perfekt aufeinander abgestimmt. Varols Familie stammt aus der Türkei und baute sich hier ein Telekommunikationsunternehmen auf. Das bekannteste Produkt der Firma mit Sitz in Kaarst dürfte die Telefonauskunft 11883 sein.

21. Dezember 2014, Manfred Troike


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