Selbstständig im Gastgewerbe – Finanzplan und Vorschriften

© istock.com/Susan Chiang

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Egal ob Café, die gemütliche Eckkneipe nebenan oder ein Restaurant – ein Start-up im Gastronomiegewerbe ist eine große Herausforderung. Denn es gibt eine Vielzahl an Mitbewerbern, daher sind sowohl das Konzept als auch der gewählte Standort entscheidend für Erfolg oder Misserfolg. 2012 waren in Deutschland rund 158.000 Gaststättengewerbe gemeldet, hiervon sind 77.000 Restaurants mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 260.000 Euro. Der Nettogewinn betrug dabei etwa 16 Prozent. Was sollte der Businessplan enthalten? Welche Rahmenbedingungen sind wichtig?

Mit dem richtigen Businessplan selbstständig in der Gastronomie

Wer sich für eine Gründung im Gaststättengewerbe entschieden hat, muss die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Auge behalten. Denn in Zeiten wirtschaftlicher Not verzichten die Menschen zuerst auf den Besuch der Eisdiele oder des Cafés und Restaurants. Das macht sich aber ebenso in Zeiten des Aufschwungs auch positiv bemerkbar. Diese Phasen des Auf- und Abschwungs sind im Konzept zu berücksichtigen und fließen mit in den Businessplan ein. Was muss der Geschäftsplan sonst noch enthalten?

  • Wie sieht das Konzept aus und was hebt den eigenen Betrieb von der Konkurrenz ab?
  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Was erwarten die künftigen Gäste?
  • Was sind die aktuellen Trends, wie zum Beispiel Bio oder Vegan?
  • Standort und Wettbewerb: Wie gut erreichbar ist der Standort, ist er in Kundennähe, gibt es Laufkundschaft?
  • Wie sieht es mit den Kosten aus?
  • Wie ist die Gründung finanziell abgesichert? Gibt es Eigenkapital oder ist eine Finanzierung erforderlich?

Tipp: Brauereien bieten oftmals zinsvergünstigte Finanzierungen an, wenn sich der Gastronom verpflichtet, seine Getränke ausschließlich dort zu beziehen. Da auch die private Situation in die Kreditvergabe der Banken einfließt, ist es derzeit ratsam, die Raten für teure Privatkredite durch eine Umschuldung (zum Beispiel über smava) niedriger zu schrauben.

Vorschriften im Gastgewerbe

Zum Start in das Gaststättengewerbe sind eine ganze Reihe von Vorschriften zu beachten:

  • Gaststättenerlaubnis: Gibt es beim Gewerbe- oder Ordnungsamt und dient der Erlaubnis des Ausschanks alkoholischer Getränke.
  • Gewerbeaufsicht: Für gastronomische Räumlichkeiten gibt es zahlreiche Vorschriften
  • Bauliche Veränderungen: Eine Nutzungsänderung oder bauliche Änderung der Räume ist zuvor beim Bauamt zu beantragen.
  • Gesundheitsamt: Mitarbeiter und Eigentümer benötigen ein Gesundheitszeugnis
  • Hygienevorschriften: Der Branchenverband DEHOGA stellt einen Leitfaden zur Verfügung

Fazit: Eine Gründung in der Gastronomie umfasst eine ganze Reihe an Formalitäten. Daher muss sich der Gründer bereits im Vorfeld umfassend informieren, was er für ein rechtlich abgesichertes Gaststättengewerbe benötigt.


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