Roma Sparita – Italienischer Geheimtipp in Ottensen

In Hamburg-Ottensen, gelegen an dem weniger attraktiven Ende der Lobuschstraße unweit des Bahnhofs Altona,  gibt es seit dem Dezember 2012 ein neues italienisches Restaurant, das sehr schnell als kleiner Geheimtipp gehandelt wurde: „Roma Sparita“, auf Deutsch „das versunkene Rom“ ist eine versteckte Perle. Der Inhaber Gharib Ali, genannt Luca, bringt für seine Gäste  italienische Gerichte auf den Tisch, für die er soweit wie möglich nur original-italienische Zutaten verwendet.

Trattoria Roma Sparita, SchriftzugLuca ist ein begnadeter Koch, der nichts in seiner Küche dem Zufall überlässt. Er hat eine hohe Anforderung an die Qualität seiner zubereiteten Speisen. Jedem Beikoch macht er es mit diesem hohen Anspruch deshalb nicht gerade leicht.

Inhaber Luca mit Kellner MarcoIn Ägypten geboren aber in Rom aufgewachsen, fühlt sich Luca als gebürtiger Römer und hat deshalb sein Restaurant selbstverständlich nach seiner Heimatstadt benannt. Als gelernter Koch kam er vor 17 Jahren aus Italien nach Hamburg. Seine Fähigkeiten hat er an renommierten Adressen in Hamburg ausgebaut: „Sale e Pepe“ in Winterhude, „Morellino“ in Eppendorf, „Casa Ferraro“ in Altona,  „L’Europeo“ in Bahrenfeld.

Mit der Trattoria Roma Sparita hat er im Alter von 37 Jahren nun den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Zusammen mit seiner Frau Patrizia hat er  das  Objekt an der Lobuschstraße/Am Felde, das in den 60er und 70er eine klassische Hamburger Eckkneipe war, mit hohem Engagement  neu gestaltet.

Trattoria Roma Sparita, LuigiMit großem persönlichen Einsatz und viel Unterstützung durch Familienmitglieder und Freunde hat er  die Räumlichkeiten frisch renoviert und dem Ganzen ein neues Aussehen gegeben: Terracotta-Töne geben  ein warmes Ambiente mit italienischem Flair, Bilder an den Wänden zeigen Motive aus dem alten Rom.

Bei seinem Umbau hat Luca den Blick in die Küche für die Gäste geöffnet. Vor den Augen der Gäste wird alles frisch zubereitet. Wenn man an der Bar sitzt, kann man den Köchen direkt bei der Zubereitung der Speisen zuschauen.

Wer die Trattoria Roma Sparita in der Mittagszeit besucht, wird eine weitere Stütze des Unternehmens kennenlernen: Luigi Perrone ist in dieser Zeit die Seele des Restaurants. Mit seiner langjährigen Erfahrung bietet er für  jeden Mittagsgast perfekten Service und kompetente Beratung. Durch seine souveräne Erscheinung wirkt er wie der Patron des Hauses.

Roma Sparita, Weinkeller

Ein besonderer Tipp ist aber Lucas Weinkeller: Roma Sparita verfügt über eine umfangreiche Auswahl an ungewöhnlichen italienischen Weinen. Luca hat bewusst ausschließlich Weine hervorragender italienischer Weingüter ausgewählt und bezieht seine Weine von ausgesuchten Lieferanten direkt aus Italien. Ein Blick in die Weinkarte von Roma Sparita ist wie eine kleine Reise in die Welt sonnenverwöhnter italienischer Weingüter.

Eigentlich ist die sogenannte „kleine Lage“ der Trattoria an der Lobuschstraße eher etwas problematisch: Kaum Parkmöglichkeiten, ein wenig attraktives Außenfeld, keine Geschäfte sondern mehrstöckige Wohngebäude mit etwas Kleingewerbe, allerdings sehr zentral mit dem Bahnhof Altona in unmittelbarer Nähe und der fußläufig erreichbaren Fußgängerzone der Ottenser Hauptstraße. Es ist dennoch kein Bereich für viel Laufkundschaft und man muss etwas tun, damit die Gäste aufmerksam werden und dorthin kommen.

Schon auf Grund dieser Lage war es trotz günstiger Prognose im Businessplan schwierig, für das Unternehmen eine Bankfinanzierung zu erhalten. Das Finanzierungskonzept für die Trattoria erforderte deshalb etwas Kreativität: Mit viel  Eigenleistung bei der Renovierung wurde Eigenkapital ersetzt. Weiterhin  konnte bei der Anmietung des Objektes ein großer Teil der Ausstattung und des Inventars vom Besitzer der Immobilie gepachtet werden, so dass eine Kombination aus Miet- und Pachtvertrag geschlossen wurde. Damit konnten die Investitionskosten zum Start sehr gering gehalten werden.

Ein Problem stellte bis kurz vor der Eröffnung  die Finanzierung der Mietsicherheit dar: Banken wollten für diese relativ geringe Summe keinen Kredit gewähren. Da der Arbeitsaufwand für Kreditprüfung und Kreditverwaltung sich bei kleinen und größeren Summen nicht unterscheidet, ist der Kreditantrag für eine Bank unattraktiv. Die Lösung bot schließlich eine Mietsicherheitsbürgschaft über eine Versicherung.

Der große Vorteil: Durch die Versicherungsbürgschaft wird gerade in der schwierigen Startphase für das junge Unternehmen kein Kapital gebunden. Statt der Hinterlegung einer Mietsicherheit fallen monatliche Versicherungsbeitrage an, die aus dem laufenden Geschäft erwirtschaftet werden können.

Das Vertrauen in sein Können und sein Restaurant-Konzept gaben Luca Recht: Sein Restaurant ist bisher immer wohl gefüllt. Das liegt an der hohen Qualität seiner Speisen, dem guten Preis-Leistungsverhältnis und nicht zuletzt an seiner familiär herzlichen Art. Wer im Roma Sparita zu Gast ist, kann sicher sein, von Luca persönlich begrüßt und zugewandt umsorgt zu werden.

 

Manfred Troike, 27. April 2013

 

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