NIO-Konzept gescheitert

Der Gastronomie-Versuch des ehemaligen Hoteldirektor des Atlantic, Sebastian Heinemann,  der sich Anfang 2010 mit einer Beratungsgesellschaft selbständig gemacht hat und im März 2014 unter großer Beachtung der Gastro-Szene das NIO an der Reeperbahn eröffnete, ist gescheitert.

Die Mischung aus Osteria, Alimentari & Craft Beer Bar blieb erfolglos

Tanzende Türme an der Reeperbahn Hamburg

Tanzende Türme an der Reeperbahn Hamburg

Mit dem NIO wurde versucht, das Beste erfolgreicher Italo-Marken von Osteria, Vapiano bis Jamie Oliver  zu einem eigenen Stil zu verbinden und durch Kombination aktueller Trends (Pizza, Craft Beer, Snack-/To-Go-Trend und Sharing) ein neues systemgastronomisches Konzept zu etablieren. Dabei sollte auf schnelle Expansion mit Lizenzpartnern gesetzt werden.

Das NIO im Erdgeschoss der Tanzenden Türme auf der Reeperbahn war mit 350 Quadratmetern recht groß und befand sich an einem Standort mit hoher Gastronomie-Dichte. Mit Anlaufzeit musste deshalb gerechnet und auf eine ausreichende Kapitalisierung geachtet werden.

Das NIO  zielte auf Touristen, Musicalbesucher, Angestellte und einfach jedermann mit Hunger auf Pizza, Pasta & Co. Dennoch war der Ansatz von Anfang an anspruchsvoll. Und das Konzept blieb in der Wirkung von Beginn an streng durchgeplant und wirkte dadurch etwas künstlich und steif, ließ eine natürliche Lebendigkeit und Spontaneität vermissen.

Für den Standort an der Reeperbahn war es trotz oder vielleicht gerade auf Grund der breiten Aufstellung zu wenig zielgruppen-orientiert. Hinzu kamen Schwächen im Service.

Manfred Troike, 20. September 2017

 

Weiterführende Links:

NIO – Ein Stück Italien im modernen St. Pauli, 28.02.2014

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