Neues Systemgastro-Konzept: Frische Kartoffelküche

Systemgastro-Trend KartoffelFrische Gerichte nach System, das war bisher beschränkt auf italienische und asiatische Küche. Der Ansatz inspiriert inzwischen auch Gastronomen, die eher auf deutsche Küche setzen. Der Berliner Gastronom Paul Geber ändert derzeit das Konzept seines Restaurant- und Catering-Betriebes „Noble Green“ und will künftig  heimische Kartoffelgerichte in den Vordergrund stellen. Auch er orientiert sich dabei an dem Hamburger Erfolgskonzept von Vapiano, das durch Front-Cooking und trendigen Stil den Gast vergessen lässt, dass er sich eigentlich in einem Fast-Food-Restaurant befindet.

Statt des bisherigen Noble Green Angebots von Suppen und Salaten  sollen bei der neuen Noble Green Kette künftig als Schwerpunkt Kartoffelgerichte auf die Karte kommen, zum Beispiel Grillkartoffeln oder Bratkartoffeln mit Kresse-Schmand, Gemüse oder Speck. Starten soll das neue System in Berlin  in einem Musterrestaurant von 200 bis 300 Quadratmeter Größe.

Grundansatz ist auch hier die frische und transparente Zubereitung in  einer offenen Küche. Allerdings sollen die Gäste nicht im Stehen auf ihre Speisen warten, sondern können nach der Bestellung einen Sitzplatz aufsuchen. Mit mobilen Bestellgeräten, die sie ausgehändigt bekommen, werden sie informiert, sobald ihr Gericht fertig zubereitet ist und können es dann abholen. Aber auch der Nachfrage nach mehr Service will Paul Geber mit dem neuen Konzept entsprechen: In den Abendstunden wird es einen Bedien-Service geben.

LEINENLOS, 19. Januar 2014

 

Nachtrag vom April 2014

Das Konzept war für Paul Geber nicht sehr erfolgreich: Am 18.03.2014 wurde vom Amtsgericht Charlottenburg unter dem Aktenzeichen: 36n IN 554/14 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der  Noble Green GmbH eröffnet.

 

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