Internorga 2013 mit dem Titel „Inspiration“

Nach Expertenmeinung sehnen sich Verbraucher beim Essen zunehmend nach einem emotionalen Erlebnis. Deshalb entschieden sie sich lieber für besondere Produkte – etwa Brot direkt aus dem Ofen, hausgemachte Limonade, per Hand gebrühten Kaffee oder ausgefallenen Kuchen. „Alles, was wir im Überfluss haben, wollen wir wieder minimalistisch haben“, sagte der Gastronomie-Berater Jean-Georges Ploner. Durch das besondere Essen würden beim Verbraucher Gefühle ausgelöst, die er beim Verzehr von Massenprodukten nicht mehr empfinde.

In einer globalisierten, schneller werdenden Welt wächst laut der Trendforscherin Karin Tischer beim Verbraucher auch die Sehnsucht nach Ruhe und Orientierung. Bei der Einrichtung von Restaurants gehe der Trend daher hin zu einer Art Wohnzimmer-Atmosphäre. „Der Verbraucher fühlt sich dort besser aufgehoben“, erläuterte Tischer.

Aber auch die Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit sind nach Angaben der Experten beim Konsumenten dauerhaft präsent. „Der Verbraucher lebt mit einem latent schlechten Gewissen“, sagte Tischer. Um dieses ohne viel Aufwand zu beruhigen, wähle er sein Essen nach „pseudo-gesunden“ Kriterien aus.

Da reiche schon ein Salatblatt auf einem Burger oder ein einziges Produkt aus der Region, erläuterte Tischer. „Das gibt den Menschen dann ein besseres Gefühl.“ Mit wirklich gesunder Ernährung habe das aber nichts zu tun.

Quelle: dapd

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