Gastro-Trends 2014

Food-TrendsWir leben in einer Überflussgesellschaft. Die Angebotsvielfalt in der Gastronomie wächst. Dieser Überfluss wird vom Gast durchaus auch als Belastung wahrgenommen. Um nicht auch beim Essen noch unter Entscheidungsdruck zu geraten, wünscht man sich daher eine stärkere Vorauswahl. Dieser Trend spricht  für eine tiefer gehende Spezialisierung der Restaurants als bisher. Dabei gibt Rückbesinnung auf  Einfachheit den Ton an. Immer mehr Restaurants stauchen ihre Menükarten zusammen. Dem Gast wird eine kleinere Auswahl präsentiert, die dieser  zu schätzen weiß, denn er freut sich über die dafür umso köstlicheren Speisen.

Nachdem regionale Produkte und regionaltypische Rezepturen inzwischen für die Gastronomie Normalität geworden sind, wird  nun vermehrt auf in Vergessenheit geratene Produkte und die moderne Interpretation alter Rezepte gesetzt, um Neues und Besonderes zu bieten. Oder es werden heimische Zutaten gleichberechtigt mit ehemals als „exotisch“ geltenden Zutaten, die in der Angebotsvielfalt von heute als „normal“ wahrgenommen werden,  zu neuen Geschmackserlebnissen komponiert: Fusion-Food nennt sich das mit neu-englischem Begriff.

Eine wichtige Richtung in der aktuellen kulinarischen Entwicklung ergibt sich aus der Tatsache, dass sich immer mehr Nicht-Vegetarier häufiger für fleischlose Küche entscheiden. Gemäß einer Forsa-Studie  möchten knapp 50 Prozent der Verbraucher in Deutschland ihren Fleischkonsum reduzieren. Diese sogenannten „Flextarier“ stellen für die Gastronomie eine wichtige Zielgruppe dar. Gemüseküche ist wieder angesagt. Und sie wird beflügelt durch den anhaltenden Trend des Urban Gardening:  Aus vereinzelten Balkongärtnern und Laubenpiepern ist eine Bewegung geworden; in den Städten  wird an allen möglichen und unmöglichen Orten gebuddelt, gepflanzt und geerntet. Die Gärten sind Orte, an denen gesunde Lebensmittel angebaut werden und Natur wieder erfahrbar gemacht wird. Daraus resultiert auch beim Restaurantbesuch vermehrt der Wunsch nach authentischen Nahrungsmitteln aus dem heimischen Gemüsebeet.

Aber auch der sorgsame Umgang mit unserer Nahrung und die Vermeidung von zu vielen Abfällen ist ein wichtiges Thema, das die Spar-Kochkunst beflügelt.

Die aktuellen „Food-Trends“

Curated Food: Reduzierte Auswahl und Vorauswahl statt Überfluss
Flexitarier: Nicht-Vegetarier essen öfter fleischlos
Fusion Food: Heimische Zutaten stehen gleichberechtigt neben „exotischen“ Inkredenzien
Sensual Food: Sinnliches Erlebnis und Geschmacksnuancen
New Gardening: Wunsch nach authentischen, regionalen Lebensmitteln

Quellen: AHGZ Nr. 39, 28. September 2013 und Hanni Rützlers Food Report 2014

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