Erfolgreiches Konzept – Café Saltkråkan bekommt ein Schwesterchen

Marko Holmberg, Inhaber Café Saltkrokan in Hamburg-AltonaIm September 2012 hatte Marko Holmberg an der großen Bergstraße in Altona sein schwedisch inspiriertes Café Saltkråkan eröffnet. Inzwischen kann er auf anderthalb Jahre erfolgreichen Café-Betrieb zurückschauen. Und obwohl  Marko sich nach der ersten anstrengenden Zeit nun eigentlich etwas mehr Muße gönnen könnte, hat er schon wieder neue Herausforderungen im Blick: In Kürze eröffnet er in den Räumen des Möbel- und Wohnaccessoir-Geschäftes „Wohngeschwister“ im Altonaer Schanzenviertel einen Ableger seines schwedischen Cafés, das „Lilla Saltkråkan“ (lilla, schwedisch = die kleine).

Im Gespräch nach Ladenschluss plaudern wir über die Erfahrungen des ersten Geschäftsjahres und Marko erzählt, wie sich die Erweiterung seines Konzeptes mit dem Lilla Saltkråkan ergeben hat.

Ein Mitschnitt des Gespräches zum Anhören als Link zum Download findet sich unten auf dieser Seite.

Eigentlich setzt Marko für den Café-Betrieb auf den Sommer. „Im Sommer muss sich so ein Betrieb den Winterspeck  ansammeln für die Monate Januar und Februar, wo  generell weniger los ist und man mit dem Innengeschäft auskommen muss“, sagt er. Die Erfahrungen des ersten Jahres zeigen jedoch, dass dieser Grundsatz für das Café Saltkråkan nicht unbedingt gilt. Zwar ist eine schöne Fläche für Außengastronomie vorhanden, aber es hat sich auch gezeigt, dass man selbst bei schönem Wetter hier mitunter durch den Wind gestört wird, der in Hamburg bekanntermaßen ein wenig heftiger blasen kann. Der Beliebtheit seines Cafés tut das aber zum Glück keinen Abbruch. Markos Gäste schätzen die gemütliche Atmosphäre und fühlen sich unabhängig von der Wetterlage im Saltkråkan wohl.

Kleine Gäste ganz groß: Spielecke im Café SaltkrokanBesonders für die ganz kleinen Gäste ist das Café ein Anziehungspunkt, denn Marko bietet für die Kleinen eine eigene schöne Spielecke an. Und natürlich lassen die vielen Bezüge zu Astrid Lindgrens „Ferien auf Saltkrokan“ in Markos Café Erinnerungen an unbeschwerte Kindheit, idyllische schwedische Sommerlandschaft und spannende, ereignisreiche Ferien auch bei den Erwachsenen aufkommen.

Man spürt Markos langjährige Erfahrung, wenn er darüber berichtet, wie er den wirtschaftlichen Erfolg seines kleinen Unternehmens kontrolliert: Er hat statistische Auswertungen über die Besucherzahlen gemacht und kommt zu dem überraschenden Ergebnis, dass der in der Gastronomie sonst eher umsatzschwache Mittwoch im Saltkråkan zu den am stärksten ausgelasteten Tagen gehört. Und er beobachtet sorgfältig, wo er mit seinen Preisen im Wettbewerb mit den anderen Gastronomiebetrieben im Hamburger Schanzenviertel steht.

Lilla Saltkrokan eröffnet in Kürze in den Räumen der Hofküche im Möbelhaus "Die Wohngeschwister"Vor allem aber ist Marko jemand, der zwar plant, sich aber dabei mit sicherem Gespür für Chancen dem Strom des Lebens anvertraut und tatkräftig zugreift, wenn sich Möglichkeiten bieten. So schätzt er das freundliche Miteinander der verschiedenen Betriebe in Altona, lobt die hilfsbereite nachbarschaftliche Gemeinschaft und hat inzwischen einen recht hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Das hilft sehr bei der Entwicklung seines Geschäftes. So hat IKEA, dessen neues Möbelhaus in Altona auf dem Grundstück des ehemaligen Einkaufszentrums Frappant zwischen Großer Bergstraße, Altonaer Poststraße und Lawaetzweg im Sommer eröffnet wird, bereits den Kontakt für eine Kooperation mit dem Café  Saltkråkan gesucht.

Seine Bekanntheit und seine erfahrene Hand in der Betriebsführung waren es auch, die dazu geführt haben, dass die Inhaber des Möbel- und Wohnaccessoir-Geschäftes „Wohngeschwister“ im Altonaer Schanzenviertel auf ihn zugekommen sind, als ein Nachfolger für den Betrieb der „Hofküche“ in den Räumen des Möbelhauses gesucht wurde. Marko hat die Chance erkannt, auf diese Weise eine relativ einfache Multiplikation seines Konzeptes zu erreichen und hat die Herausforderung angenommen: Mitte  März eröffnet er in den Räumen  der früheren „Hofküche“ einen Ableger seines schwedischen Cafés, das „Lilla Saltkråkan“. „Das größte Risiko dabei ist“, so sagt er, „geeignetes zuverlässiges Personal zu finden“. Den ursprünglich geplanten kurzen Urlaub Ende März will er sich aber trotzdem kurz nach der Eröffnung des zweiten Betriebes gönnen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Gastronomen ist es, sich auch hin und wieder eine Auszeit vom eigenen Betrieb leisten zu können. Das ist notwendig, um den großen Herausforderungen in diesem Beruf gewachsen zu bleiben. „Wir haben 7 Tage pro Woche geöffnet und sind 364 Tage im Jahr für unsere  Gäste da, nur am ersten Weihnachtstag haben wir geschlossen“, sagt Marko Holmberg. Wer mit so viel Engagement in seinem Betrieb aufgeht, der muss sich auch hin und wieder darauf verlassen können, dass eine zeitlang der Betrieb auch ohne ihn funktioniert.

LEINENLOS wünscht Marko viel Erfolg mit der Erweiterung seines Konzeptes.

Das Gespräch mit Marko Holmberg führte Manfred Troike am 23.02.2014

 

Neu auf dem Leinenlos-Blog: Der Mitschnitt des Gespräches mit Marko Holmberg steht als Podcast zum Anhören und zum Download im mp3-Format (9,5 MB) bereit.

Das Interview als Podcast zum Download (speichern über rechte Maustaste): Ein Jahr Cafe Saltkråkan – Rückschau und Ausblick

Hintergund-Musik bei Intro und Abspann: „I dunno“ by  grapes / CC BY 3.0

 

Weitere Links:

Café Saltkråkan – Ein Stück Schweden in Altona, 22. Februar 2013

 

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