Demnächst auch in Deutschland: Ghost-Restaurants

Ein weiterer Trend beim Lieferservice für Speisen kommt aus den USA zu uns: Restaurants, die ihre Gerichte ausschließlich mit Hilfe von Apps vertreiben.

Restaurants ohne Gastraum

Ohne eigene Ladenlokale lagern diese Delivery-Only-Küchen Bestellungen, Auslieferung des Essens und auch einen Teil des Marketings an Food-Delivery-Apps aus. Selbst betreiben sie nur das Kochen in einer oder mehreren professionell eingerichteten und auf verschiedene Koch-Richtungen optimierten Großküchen, in denen Mitarbeiter Gerichte aus verschiedensten Kulturen und für unterschiedliche „virtuelle“ Restaurants kochen.

Vorteil für den Betreiber: Miete und Kosten für Ausstattung und Betrieb großer Sitzplatzbereiche entfällt. Und ein weiterer Vorteil: Menüs und Gerichte lassen sich extrem schnell ändern und an Trends anpassen. Oder man kann ein ganz neues Konzept in der gleichen Küche einfach testen, weil alle Zutaten ohnehin zur Verfügung stehen, während traditionelle Restaurants viel Geld in das Testen neuer Konzepte investieren müssen.

Erster Delivery-Only-Anbieter in Europa ist Deliveroo

Deliveroo EditionsSoeben hat der  Essenslieferdienst Deliveroo unter dem Namen „Deliveroo Editions“ einen neuen Service gelauncht, der über die reine Lieferung hinausgeht: Deliveroo schafft Delivery-Only-Küchen für Restaurants, die es ihnen ermöglichen ihre Gerichte landesweit anzubieten – ohne dass ein örtlicher Gastraum notwendig ist.

Bis Ende 2017 wird das Konzept in fünf Ländern umgesetzt – Frankreich, Singapur, Australien, Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Dubai).

Auch in Deutschland soll der Service in Zukunft starten. Genauere Angaben dazu machte Deliverro bisher allerdings nicht.

Bei dem Roll-out wird Deliveroo die Restaurantpartner mit der benötigten Infrastruktur ausstatten – inklusive maßgeschneiderter Küchen, lokaler Marketingmaßnahmen und Fahrerflotten. Hierdurch können Restaurants entsprechende Delivery-Only-Menüs aufstellen, die den lokalen Geschmack treffen.

Dieses Angebot ist nach Angaben von Deliveroo das Ergebnis intensiver Marketinganalysen, die auf internen Daten von Deliveroo beruhen. Mithilfe der firmeneigenen Technologie zur Datenauswertung kann Deliveroo nach eigenen Angaben fehlende spezifische Küchen in einer Region identifizieren und die Kundennachfrage ermitteln. Auf dieser Basis wählt Deliveroo sorgfältig Restaurants aus, die Kunden an dem Standort am meisten ansprechen.

Dem Launch vorangegangen war eine erfolgreiche Testphase in London mit führenden Restaurants wie „Franco Manca“, „On The Bab“ oder dem „Motu Indian Kitchen“.

Fazit

Im Milliardenmarkt der Food-Delivery-Plattformen ist eine neue Variante hinzu gekommen. Jedoch trotz der augenscheinlichen Vorteile dieses Geschäftsmodelles hat auch dieser Ansatz mit den klassischen Problemen von Lieferservices zu kämpfen: Kaltes Essen, lange Lieferzeiten und durch Saucen eingeweichte Sandwiches und Salate lassen sich nur schwer gänzlich verhindern.

LEINENLOS, 9. April 2017

Über Deliveroo

Deliveroo ist ein On-demand-Lieferservice für Essen, der 2013 von William Shu und Greg Orlowski gegründet wurde. Deliveroo ist in London ansässig und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter an Standorten auf der ganzen Welt. Deliveroo liefert in über 140 Städten, in zwölf Ländern – darunter Australien, Belgien, Frankreich, Hong Kong, Italien, Irland, Niederlande, Singapur, Spanien, Vereinigte Arabische Emirate und Großbritannien. In Deutschland operiert Deliveroo in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Köln.

Image Source: POPSUGAR Photography / THEM TOO


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